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768 Jugendleiter Frank Montag links und Sportlicher Leiter Jugend Wolöfgang Kowalski rechts 768

 

Bericht aus der NRZ vom 27.04.2020  

Im Jahr 2022 beginnt im Rahmen der Sanierung des Freizeit- und Sportparks Kapellen der Bau eines Kunstrasens für die Fußballer vom TV Kapellen.

Beim TV Kapellen brauchen sie einen langen Atem. Das liegt nicht nur an der Corona-Krise. Die verschont natürlich auch die Platzanlage an der Lauersforter Straße mit einem Sportverbot nicht. Dennoch ist eine gute Portion Optimismus angezeigt. Das seit fünf Jahren laufende Projekt „Kicken in Kapellen“ wird sich in naher Zukunft moderner gestalten. Im Jahr 2022 beginnt im Rahmen der Sanierung des Freizeit- und Sportparks Kapellen der Bau eines Kunstrasens für die Fußballer.

„Wir wollen ambitionierten Breitensport bieten – im Rahmen unserer Möglichkeiten“, sagt Fußball-Abteilungsleiter Thomas Bathe, „dabei ist natürlich eine moderne Anlage mit Kunstrasen hilfreich, gerade was auch die Jugendarbeit anbetrifft.“ Das alte Aschenspielfeld sollte also bald Geschichte sein. Am Fußballplatz selber wird es nur noch eine 100-Meter-Sprintbahn geben, dazu aber im angrenzenden Park eine 1400 Meter lange und im Winter beleuchtete Laufstrecke.

Sanierungsplan der Stadt
Der TVK ist Teil eines Anfang 2018 durch die Stadt Moers formulierten Sanierungsplan für den Freizeitpark in Kapellen. Erst gab die NRW-Landesregierung eine Finanzierungszusage, im vergangenen Jahr auch noch der Bund über 2,87 Millionen Euro. Letzteres sorgte dafür, dass das Planungsverfahren nebst Ausschreibungen für Architekten neu ausgeschrieben werden musste. Dieses Verfahren läuft für 2020 und 2021, so dass Anfang 2022 mit dem Beginn des Kunstrasenplatz-Baus gerechnet werden kann.

Die Corona-Krise könnte natürlich für eine unliebsame Verzögerung sorgen. Und doch verfolgen sie beim TV Kapellen die auch sportliche Durststrecke ohne Training, Pflichtspielen und Geselligkeit einigermaßen entspannt. „Bei uns arbeiten die Jugendtrainer ehrenamtlich, ohne monetäre Entschädigung. Wir haben dazu kleine und mittlere Sponsoren, sind nicht von einem Geldgeber abhängig“, erklärt Abteilungsleiter Bathe.

Der weiß die finanzielle Situation aktuell im Sport durchaus gut einzuschätzen. Vor seinem beruflich bedingten Umzug nach Moers-Kapellen vor 13 Jahren hat er lange als Jugendtrainer bei den Profis von Arminia Bielefeld gearbeitet. Damals unter anderem mit Cheftrainern wie Ernst Middendorp, Thomas von Heesen oder Uwe Rapolder, dazu mit einem Manager-Ass wie Heribert Bruchhagen – im Duett mit Rüdiger Lamm. Gerade ein Coach wie Ernst Middendorp, der später in Ghana, dem Iran, in China, auf Zypern und in Thailand tätig war und aktuell die Kaizer Chiefs in Johannesburg betreut, kümmerte sich in Bielefeld sehr um den Nachwuchs. Das hinterließ auch bei einem wie Thomas Bathe gedankliche Spuren.

„Ernst war schon speziell in seiner Arbeit. Er hat aber immer konzeptionell gedacht und Einfluss auf die Jugend genommen, das war schon beeindruckend“, erinnert sich Bathe an die Spielzeiten 1988 bis 1990 unter Middendorf. Mitgenommen aus jener Zeit auf der Alm hat Bathe vor allem, gerade den jüngeren Trainern im Nachwuchsbereich immer wieder neuen Input zu verschaffen, damit diese sich weiter entwickeln.

Altersgemäßes Training
Mit Wolfgang Kowalski kümmert sich darum im Verbund mit Jugendleiter Frank Montag nun ein B-Lizenz-Inhaber beim TV Kapellen um die sportliche Leitlinie. Die besagt: Es soll ein altersgemäßes Training im Nachwuchsbereich angeboten werden. Kowalski, Sportlicher Leiter der TVK-Junioren, trainiert derzeit die C1-Jugendmannschaft. Im Nachwuchsbereich, bei der D1, ist auch Tim Laakmann engagiert. Das Kapellener Urgestein soll dazu auch weiterhin die erste Seniorenmannschaft betreuten, für die derzeit noch ein Co-Trainer gesucht wird. „Ein klares mittelfristiges und realistisches Ziel ist es, aus der Kreisliga B herauszukommen und höher zu spielen“, versichert Abteilungsleiter Bathe.

Sportlich brachte die Fusion zwischen FSV und TVK im Jahr 2013 keinen fußballerischen Höhenflug ein. Über die B-Liga geht es seit zwei Jahrzehnten nicht mehr hinaus. Auch wenn im vergangenen Jahr im Zweikampf mit dem TuS Asterlagen letztlich nur ein Punkt zu den Relegationsspielen gefehlt hatte. Immerhin sind beachtliche 330 Mitglieder und 17 Mannschaften für den TVK aktiv, gerade auch im Jugendbereich.

Das sorgt für eine gewisse Stabilität. Aber auch unter der Woche für Platzmangel. Manchmal muss das Spielfeld zum Training sogar geviertelt werden. Oder Teams weichen zum benachbarten TV Kaldenhausen aus. „Wir wollen uns von unten heraus entwickeln“, sagt Bathe zur Vielzahl der Teams. Der Kunstrasen wird ab 2022 beim Vorhaben sicher helfen.

   

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